Vertrauen und Hoffnung

Eine der stärkste Kräfte, die Gesellschaften zusammen halten, sind das Vertrauen und die Hoffnung, dass das Vertrauen nicht falsch gesetzt wurde.  Ein neulich erschienener Kurzartikel „Amid Shortages, a Surplus of Hope“ des großen japanischen Schriftstellers Murakami Ryu.

Ist dieses Verhalten, welche uns bei anderen immer wieder unverständlich erscheint, obwohl jeder von uns genauso handelt, annehmbar? Ich meine ja. Es ist sogar Ausdruck dessen, was eine Gesellschaft ist: Eine nicht nur passiv akzeptierte, sondern auch aktiv angenommene Schicksalsgemeinschaft.

Selbstverständlich bedeutet eine solche Sichtweise keinen Verzicht auf die eigene Verantwortung, kein sich hinter anderen stellen: Wie Murakami Ryu am Ende seines Artikel schreibt, bleibt auch dann die Hoffnung erhalten, wenn das Vertrauen in den Verantwortlichen erschüttert ist. Diese Hoffnung, wenn es anscheinend keinen Grund dafür mehr gibt, ist was die Erneuerung einer Gesellschaft ermöglicht – und sie lebensfähig macht.

FB

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