Emergency Management

Emergency Management“ bezeichnet die Koordination und die Konzeption von Notfallmaßnahmen. Auf diesem Gebiet können neuere Entwicklungen der Informatik große Fortschritte ermöglichen. Dies ist bisher ziemlich unbekannt. Was ist heute möglich?

Ausführbare, anpassungsfähig dynamische Anweisungen für den Notfall. Die Anweisungen für einen Notfall wie etwa einen Brand in einer Flughafenhalle, in einem Bahnhof oder in einer Metro-Station werden bisher in sehr umfangreichen Dokumenten oder sogar Dokument-Sammlungen festgehalten, die nicht selten tausenden von Seiten umfassen. So können sie studiert werden, damit die Notfallretter das Richtige tun. Programmierte Anweisungen, die sich den Besonderheiten eines Notfalls anpassen sich aber möglich. Ihre Erstellung verlangt sicherlich mehr Arbeit als die Erstellung der üblichen Anweisungen – aber nicht viel mehr. Weil sie programmiert sind, sind sie dynamisch, sie passen sich der Lage an. Zudem sind ausführbar, so dass viel besser überprüft werden kann, ob sie angebracht und ausreichend wirksam sind. Die Informatik-Stichworte dazu sind Worflow-Systeme, deklarative Programmierung und ausführbare Spezifikationen.

Automatische Lage-Erkennung. Vor allem aber nicht nur die Sensoren, die nun für wenig Geld verfügbar sind, ermöglichen sämtliche Daten, wie etwa Temperatur, Luftgeschwindigkeit, Anzahl von Personen, usw. schnell und lokal zu erfassen. Weitere Daten über den Betriebablauf wie etwa ein er Anlage oder von Zügen können relativ leicht automatisch mit Sensordaten kombiniert werden, um automatisch und in Echtzeit die Lage zu erkennen. Die Informatik-Stichworte dazu sind Web of Things und Complex Event Processing.

Simulation. In einem Notfall ist nicht nur wichtig, was sofort zu tun ist, sondern auch, was in die mehr oder weniger nahe Zukunft nötig werden kann. Oft auch kann zu einem Zeitpunkt etwas nur dann unternommen werden, wenn die Zukunft und die Folgen einer Aktion eingeschätzt werden können. Bei einem Brand in einer Metro-Station kann sie nur dann vernünftig evakuiert werden, wenn Vorhersagen über die Rauchfreiheit von möglichen Evakuierungswege innerhalb der kommenden 15 Minuten möglich sind. Simulationen sind dafür möglich, die um schnell genug Ergebnisse liefern zu können, möglicherweise nur vergröberte Schätzungen liefern. Die Informatik-Stichwort dazu sind Simulation, Modellierung, Scientific Computing und Egress-Modelle.

Medien. Bei Notfälle geht es immer um Menschen, die ohne Panik zu schüren zu völlig ungewöhnlichen Schritten bewegt werden müssen – etwa eine Metro-Station über eine die Fahrbahn zu verlassen. Beruhigen, informieren, anweisen. Dafür können Medien wie Handy eingesetzt werden. Soziale Medien können helfen, Vermisste und Überlebende zu erfassen. Ausgerüstet mit der passenden Software, können soziale Medien wie Twitter verwendet werden, um sich ein besseres Gesamtbild eines Notfalls zu verschaffen. Soziale Medien können auch von den Notfallretter selbst verwendet werden, damit sehr schnell dringende und wichtige Auskünfte unter ihnen verbreitet werden. Die Informatik-Stichworte dazu sind Mobile Computing, soziale Medien und Daten-Aggregation.

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    1. […] erlebt Der Universitätsalltag eines Wissenschaftlers « Emergency Management […]

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