Antwort zu einer Frage von Studierenden zur Klausureinsicht

Nach einer Klausur und der darauf folgenden Klausureinsicht, haben mich Studierende gefragt, ob ein Prüfling während der Klausureinsicht Kopien oder Fotos von seinem Klausurheft machen oder Auszüge aus seinem Klausurheft abschreiben darf.

Diese Frage sowie weitere Fragen zum guten Ablauf einer Klausur, habe ich an die zuständige Stelle meiner Universität gestellt. Heute habe ich die Antworten erhalten. Diese Antworten werde ich aber für mich behalten, weil ich mit diesen Antworten auch die Anweisung erhalten habe, sie nicht im Internet zu veröffentlichen. Ich werde die Antworten auch nicht mündlich weitergeben, weil sie sonst in Foren oder auf sozialen Medien erscheinen dürften.

Wer das Obige gelesen hat und nun fürchtet, nicht ganz beim Verstand zu sein oder dass ich es nicht bin, sei beruhigt: Uns fehlt nichts.

FB

15 Responses to “Antwort zu einer Frage von Studierenden zur Klausureinsicht”

  1. Chikari sagt:

    Mit welcher Begründung unterliegen die Antworten denn einer Geheimhaltungsstufe? Oder ist das auch geheim?

  2. FB sagt:

    @Chikari: Kein Grund wurde mir genannt.

  3. Toa sagt:

    Und was sagen Sie dann zu jemandem, der während einer Klausureinsicht Fotos bzw Kopien anfertigen möchte (bzw vielleicht sogar schon ohne zu fragen einfach mit dem Fotografieren angefangen hat)?

  4. hck sagt:

    Ich habe heute morgen Informationen zu diesem Fragenkomplex ohne Geheimhaltungsuafforderung erhalten.
    Zusammenfassung eines Teils des Inhalts: Mit eigenem Gerät bei Klausureinsicht die eigne Klausur zu fotografieren ist o.k..

  5. n sagt:

    Hat die zuständige Stelle Sie auch gebeten, nicht zu verraten, welche Stelle zuständig ist? Dann wäre es super, wenn Sie Ihren Lesern, denen sich dieselbe Frage stellt, die Suche nach der zuständigen Stelle ersparen könnten.

  6. FB sagt:

    @n: Für Rechtsfrage ist eine Rechtsabteilung oder -referat zuständig.

  7. n sagt:

    Leider ist auf der Webseite der Uni (zumindest mir) nicht klar, wer da der richtige Ansprechpartner wäre.

    Vielleicht können Sie ja etwas konkreter werden, damit man sich dort nicht erst durchfragen muß.

    Das würde auch der Rechtsabteilung Arbeit sparen.

  8. FB sagt:

    @n: Ich fürchte, dass ich Ihnen leider nicht helfen kann. Es käme sicherlich sehr schlecht an. Sicherlich werden Sie in ein paar Minuten einen passenden Ansprechpartner finden, wenn sie die Webseiten des von Ihnen genannten Abteilung lesen.

  9. n sagt:

    Nicht mir. Studierenden, denen sich die Frage stellt. Und der Rechtsabteilung. Ist ja schon schlimm genug, das die jetzt jedem, der das wissen will/muß, einzeln antworten müssen. Wenn sich jetzt auch noch jeder durchfragen muß…

    Sie sollten sich übrigens konsequenterweise nicht an den Rat halten. Sonst schreibt womöglich nach der nächsten Klausur jemand ins Internet, wie Sie sich verhalten haben und schließt dadurch auf den Rat, den Sie erhalten haben.

  10. FB sagt:

    @n: Es wäre gut, wenn viele Studierenden nachfragen würden. Dann wäre die Anweisung schnell aufgehoben.

    Ich habe selbstverständlich bemerkt, dass die Anweisung genauso widersprüchlich wie der Barbier-Paradox von Russel ist. Daraus kann jede und jeder schließen, inwieweit sie verpflichtet.

  11. Fred sagt:

    Eigentlich sollte ja das Schreiben des Staatsministeriums die Frage auch schon ausreichend klären:

    „Studierenden darf die Möglichkeit, im Rahmen der Einsichtnahme Kopien und Ablichtungen von Prüfungsarbeiten zu fertigen, nur aufgrund entsprechender Bestimmungen in den Hochschulprüfungsordnungen verwehrt werden. Da Studierende zur Wahrnehmung der Rechtsbehelfe gegen eine fehlerhafte Korrektur substantiierte Rügen vorbringen müssen, sind Regelungen der Hochschulprüfungsordnungen, die das Anfertigen von Kopien oder Ablichtungen untersagen, nur dann rechtlich nicht zu beanstanden, wenn es einen sachlich rechtfertigenden Grund dafür gibt, der auch in der Regelung angegeben sein muss (Recht auf effektiven Rechtsschutz, vgl. Art. 19 Abs. 4 Grundgesetz). Dass die Prüfungsaufgabe bei einer späteren Prüfung erneut herangezogen werden soll, ist dabei nicht ausreichend.“

    (Gesamtes Dokument hier: http://www.bildungsprotest-wuerzburg.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/C__Users_micha_AppData_Local_Mozilla_Firefox_Profiles_ar3gwlih.pdf)

    Sollte jemand im Zweifelsfall seine Klausur vielleicht anfachten wollen, hat er schon das Recht sich eine Kopie anzufertigen.

  12. FB sagt:

    @Fred: Vielen Dank für den Hinweis und den Link … auf Seiten von Studenten der Universität Würzburg.

  13. dasuxullebt sagt:

    Rein verwaltungstechnisch: Wäre es nicht das Einfachste, man würde die Klausuren generell einscannen und über eine sichere Verbinndung (uniworx zum Beispiel) den Studenten bereitstellen, und etwaige Fragen einfach per Mail beantworten? Die meisten Fragen sollten sich so doch viel effizienter klären lassen. Der zusätzliche Aufwand bei der Korrektur sollten bei einem halbwegs schnellen Scanner minimal sein.

    Und ich könnte mir vorstellen, dass sowohl Korrektoren als auch Studenten das besser finden, denn Klausurausgaben sind, meiner Erfahrung nach, oft zu einer Zeit die schlecht für einen ist.

  14. FB sagt:

    @dasuxullbet: Ich sehe es selbst so. Ich bin aber für Mitarbeiter verantwortlich, die sehr viel ARbeit für Übungsblätter und Klasusuren leisten, und es nicht so sehen.

  15. Sijo sagt:

    Bei uns in NRW ist es offiziell verboten worden, alte Klausuren online zu stellen, bzw. die Universität haftet nicht für eventuelle Rechtsstreitigkeiten. Hintergrund waren wohl Klausuraufgaben, die nicht ganz eindeutig gestellt waren.
    Wer sich damit auskennt weiß: Eindeutige Klausuraufgaben gibt es nur ganz ganz selten. In der Regel lässt es sich doch einfacher in der Einsicht lösen als mit der juristischen Keule aufeinander loszudreschen.

    Aber: Die Klausuren werden dadurch deutlich weniger ins Netz gestellt. Aktuelle Fragen gibt es über Gedächtnisprotokolle der Fachschaft (die Methode ist uralt, aber effektiv). Das wiederum halte ich für eine sinnvolle Einrichtung unter Benutzung auf eigene Gefahr!

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