Wieso Band und Heft?

Ein Doktorand hat mich gerade gefragt: „Wieso gibt es bei wissenschaftlichen Zeitschriften Bände und Hefte und wie unterscheidet man zwischen Band und Heft?“ Die Antwort zu dieser Frage ist nicht für die allgemeine Bildung interessant. Sie ist wichtig, um korrekte Bibliographien zu verfassen.

Wissenschaftler die alt genug sind, kennen die Antwort. Junge Wissenschaftler haben allerdings keinen Grund, sie zu kennen.

Als es nur auf Papier gedruckte Zeitschriften gab, sind sie in ungebundenen Heften (Englisch „issues„) per Post erhalten worden. Typischerweise kam je nach Zeitschrift vier bis zwölf Heften pro Jahr. Oft erhielten die Wissenschaftler selbst diese Hefte, um für ihre Forschung relevante Neuigkeiten schnell zu erfahren, und gaben sie der Bibliothek weiter, die sie in Jahresbände (Englisch „volumes„) binden ließ. Das tun noch viele Bibliotheken, was in Fächer wie der Informatik nicht mehr nützlich ist, weil elektronische Zeitschriften für die Wissenschaftler viel praktischer sind.

Ein Unterschied zwischen einem Student und einem Wissenschaftler war zu den Zeiten der papierenen Zeitschriften übrigens, dass ein Student den Band vor dem Heft sah, ein Wissenschaftler aber meist das Heft vor dem Band.

FB

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