Das Gefühl, fehl am Platz zu sein

Wir kennen alle das komische Gefühl, Fehl am Platz zu sein. In einem Austausch erwidert man etwas, was man für vernünftig oder sogar offensichtlich hält. Unerwartet kommt der Austausch zum Stillstand. Man wird angeschaut, als ob man Dummes gesagt hätte.

Es ist mir neulich während eines Austausches über eine Umfrage zur Forschungszwecken von Studierenden zur Lehrevaluation passiert. Mein Vorschlag, die Fragebögen vom Dozent einzusammeln wurde mit der Bemerkung abgelehnt, der Dozent könnte die Fragebögen herausnehmen und vernichten, die zu kritisch seiner Lehre gegenüber sind.

„Wir sind aber alle Wissenschaftler und Beamte, mit einer solchen Fälschung ist folglich nicht zu rechnen“ habe ich gemeint und damit die oben beschriebenen Reaktion hervorgerufen.

FB

One Response to “Das Gefühl, fehl am Platz zu sein”

  1. R sagt:

    Tatsächlich ist die Universität ein sehr heterogenes Gebilde. Auch die absurdesten Sachen, die man sich ausdenken kann, passieren irgendwo.
    Ich weiß von einem Dozenten (an einer anderen Uni, nicht in Informatik), der dabei ertappt wurde, dass er die handschriftlichen Kommentare auf Evaluationsbögen mit seinen Klausuren verglich, um über Ähnlickeiten in der Handschrift herauszufinden, welche Studenten ihn kritisch bewertet hatten.
    (U.a. aus diesem Anlass werden dort inzwischen Freitextantworten in den Evaluationen abgetippt oder gleich nur elektronisch erhoben).

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